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Das Stift St. Florian in Oberösterreich besitzt eine umfangreiche Bibliothek, in der unter anderem eine unschätzbare Fülle von Originalhandschriften diverser Komponisten zu finden ist. Bei der Durchsicht stieß Klaus Sonnleitner im Frühsommer 1998 auch auf die Werke von Franz Joseph Aumann (1728-1797), deren Qualität ihn als Kenner positiv überraschte.
Unsere weitere Recherchen ergaben, dass Aumann zwar allgemein zu den meist in Vergessenheit geratenen "Kleinmeistern" des 18. Jahrhunderts gezählt wird, seine Musik aber sowohl von seinen Zeitgenossen als auch von den Generationen unmittelbar nach ihm sehr geschätzt wurde.
Franz Joseph Aumann lebte als Augustiner-Chorherr im Stift und war als Zeitgenosse und Joseph Haydns und Mozarts ein angesehener und beliebter Komponist. Mit Michael Haydn war er befreundet. Er hat einen reichen Fundus an Musik hinterlassen, wobei sich die meisten Autographen noch in St. Florian, ihrer Entstehungsstätte, befinden.
Seine Stücke wurden laut Peter Dormann, dem Verfasser der bislang einzigen Monographie über Aumann, "bis weit über die Mitte des 19. Jahrhunderts in St. Florian wie auch anderswo musiziert" [Peter Dormann: Franz Joseph Aumann (1728-1797). Ein Meister in St. Florian vor Anton Bruckner. Mit thematischem Katalog der Werke. München - Salzburg 1985].
Von der Qualität dieser Musik zeugen einerseits die nachgewiesene Beschäftigung des jungen Anton Bruckner mit Aumann, der "während seiner Tätigkeit als Lehrer und Hilfsorganist in St. Florian (1845-1856) einige Stücke [kopierte]" [Ebda.], andererseits die Tatsache, dass einige seiner Werke später Joseph Haydn und sogar Mozart zugeschrieben wurden.
Bis heute wurde nur sehr wenig Musik von Franz Joseph Aumann verlegt, eine reiche Auswahl verschiedenster Stücke wartet auf ihren Entdecker...
Die ersten drei Stücke, welche wir bearbeiteten, waren ein Ave Maria D-dur [Nummer VI/12 im Katalog von Dormann], ein Veni Sancte Spiritus F-dur [XII/6] und ein Regnum Mundi Es-dur [VI/52]. Diese können wir gerne(auszugsweise) zur Ansicht liefern.
Für eine Veröffentlichung bieten sich vor allem viele kleinere - für Chor und Orgel geschriebene - Stücke an, z.B. Magnificat, Regina Coeli, Ave Maria (auch mit Bass- und Alt-Solo!), Pange Lingua, Ave Maris Stella, O Crux Ave, Psalmenvertonungen (auch für evangelische Gottesdienste) etc.
Außerdem sind natürlich auch weltliche Instrumentalwerke vorhanden.
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